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Sonntagszeitung


Max Mennig, der Hausherr im Bergrestaurant Zum See, schuftet bei unserem Besuch wie an jedem Skitag zwschen Mitte Dezember und Ostern. In der winzigen Küche dirigiert er seine Brigade, die Kalbsleberli und provenzialisches Lamm, Thunfisch-Carpaccio und Käseschnitten zubereitet, Mediterranes und Urchiges, für den grossen und kleinen Hunger. Und das in so hervorragender Qualität, dass „Gault Millau“ dem Restaurant im Niemandsland zwischen Kleinmatterhorn-Talstation und Furi 13 Punkte verleiht.

Wer in der Hochsaison im Restaurant Zum See einen Sitzplatz beansprucht, sollte reservieren. Um den attraktivsten Tisch, leicht erhöht und flankiert von einem trutzigen Felsen, zu kriegen, brauchts einen guten Draht zum Personal.
Das Walliser Maiensäss-Dörfli auf 1760 Meter über Meer passt ohne Kulissenschieberei in jeden Werbefilm von Schweiz Tourismus. Ob der einmaligen Ambiance und der lukullischen Freuden vergessen die Gäste zuweilen, auf die Pisten zurückzukehren. Max Mennig nimmts gelassen, wenn das Publikum bis weit in den Nachmittag hinein hocken bleibt. Einige Dutzend gut zahlende Gäste sind Ihm lieber als Hundertschaften hektischer Pommes-Freunde.
(Quelle: Sonntagszeitung vom 30.11.2003)

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